Erst München, dann Köln: Neuer Beirat beginnt
Schon einmal habe ich einen Beirat mitbegründet und diesen organisatorisch fast 10 Jahre betreut. Damals, in der Immobilienbranche. Damals, in München in 2000. Die großen deutschen Entwickler und Baukonzerne waren darin vertreten, auch Architekten mit Renommée, Wissenschaftler etc. – ein Beirat, über den damals auch die Medien berichteten.
Dass ich 2025 wieder einen gründen würde, hat mich erst überrascht – dann angestachelt. Zu gut hat das Konzept einst funktioniert. Und Spaß gemacht.
Nun also ein Beirat für die Stiftung Neuer Raum. Schon 2022 habe ich für die Stiftung moderiert, z.B. dieses Sommerevent in der Kölner Wachsfabrik. Danach immer mal wieder. Für 2026 nun steht Wachstum an, in 2025 wurden diverse Hebel umgelegt, um dieses zu ermöglichen.

Allen voran geht der Sozialunternehmer Hans-Jürgen Greve. Ihn habe ich zu meinen Düsseldorfer Zeiten kennengelernt, als auch in der Landeshauptstadt die Offenen Bücherschränke aus dem Boden gesprossen sind. Greve gibt sich nicht zufrieden, wenn seine Schränke stehen. Dann erst geht für ihn die Reise los!
Denn Greve appelliert stets an die kulturelle Bildung, die in jedem einzelnen stecke. Und ist überzeugt: „Wenn wir unsere eigene Kultur spürbar in uns entdecken und mutig entwickeln, können wir gemeinsam die Welt verändern. Auch das ist gelebte Demokratie, die so wichtig ist für unsere Freiheit.“
Dass eine solche Denke gerade in den herausfordernden Krisenjahren, in denen unser Land steckt, wichtig ist, muss nicht explizit hinzugefügt werden.
Nun steht der Beirat also, sprich die ersten Mitglieder haben sich entschieden dabei zu sein. Stellvertretend für die Überzeugungen anderer möchte ich Alain Missala, den Gründer der Black Dads Germany, zitieren. Er begründet die Zusammenarbeit mit der Stiftung Neuer Raum für ZULA – so:
„Offene Bücherschränke sind nicht „nur“ Möbelstücke. Sie sind kulturelle Infrastruktur. Sie sind niedrigschwellige Zugänge zu Geschichten, Lesen und Vorstellungskraft. Und in vielen Stadtteilen gehören sie zu den wenigen wirklich öffentlichen Bildungs- und Lesesräumen, die Kindern, Familien und Communities zur Verfügung stehen.“
Besonders überzeuge ihn das Kölner Modell, weil es nachhaltig sei und auf Dauer setze: „Diese Bücherschränke sind keine Übergangslösungen, sondern durchdachte, robuste und langlebige Orte, die sich zu kulturellen Treffpunkten entwickeln – zugänglich, sicher und für die Zukunft gebaut.“
Der Beirat wird sich in den nächsten Monaten weiterentwickeln. Wer mehr darüber lesen mag, kann das hier tun.
